Kapitalmarktrecht: Schadensersatz für Anleger in offene Immobilienfonds

Anleger in offene Immobilienfonds, die mit dieser Anlage Verluste erlitten haben, können möglicherweise von der vermittelnden Bank Schadensersatz wegen der Verletzung des meist konkludent abgeschlossenen Beratungsvertrages verlangen. Denn nach Auffassung des Landgerichts Frankfurt – das Urteil ist nicht rechtskräftig – ist ein offener Immobilienfonds für sicherheitsorientierte Anleger nicht geeignet. Immer mehr offene Immobilienfonds müssen sogar abgewickelt werden. Dies führt dazu, dass der Anleger seine Anteile nicht an die Fondsgesellschaft zurückgeben kann und auf eine meist langjährige und verlustreiche Abwicklung angewiesen ist. Viele Anleger sind auf Grund einer Übergangsregelung noch von der Verjährungsfrist des inzwischen aufgehobenen § 37a WpHG betroffen. Danach – in Verbindung mit der einschlägigen Rechtsprechung – beginnt die Verjährung mit dem Tag des Geschäftsabschlusses der Anlage zu laufen und beträgt drei Jahre. Sofern also Ansprüche geltend gemacht werden sollen, ist dies zu beachten.